Samstag, 31. März 2018

Eine PDF-Datei mit Anmerkungen versehen

PDF-Betrachter (PDF-Viewer) gibt es in Linux zu genüge, z. B. Evince, qpdfview, Atril und so weiter. Wenn es aber darum geht, PDF-Dateien mit Anmerkungen zu versehen, – was nötig sein kann, wenn man Dokumente mit anderen Benutzern austauscht – dann schaut es weniger gut aus. Eine Ausnahme ist Okular.

Buttonleiste in Okular
Okular ist ein Betrachter, mit dem sich viele Arten von Dokumenten anzeigen lassen. Wenn ein PDF-Dokument geöffnet sich, lässt mit dem Drücken der Taste F6 oder dem Klicken auf den Menüpunkt "Extras" und dem Unterpunkt "Rezensionen" eine Leiste mit Buttons anzeigen, mit deren Hilfe verschiedene Anmerkungen gemacht werden können. Dazu gehören Notizkästen, Freihandlinien, Hervorhebungen, Unterstreichungen und Vielecke. Die in Okular erstellten Anmerkungen können auch in anderen PDF-Betrachtern angezeigt werden, wie im Adobe Reader. Damit alles funktioniert muss die Bibliothek libpoppler installiert sein.

Okular Anmerkungs-Werkzeuge bearbeiten
Die Buttonleiste mit den verschiedenen Kommentarfunktionen kann bearbeitet und erweitert werden. Dazu klickt man unter dem Menüpunkt "Einstellungen" auf "Okular einrichten ...". Darauf öffnet sich ein Fenster, in dem man verschiedene Einstellungen vornehmen kann. Unter dem Eintrag "Anmerkungen" lässt sich die Anmerkungs-Werkzeugleister bearbeiten.

Dienstag, 27. Juni 2017

Speicherplatzbelegung mit df anzeigen

Unter Linux gibt es mehrere Möglichkeiten, sich anzeigen zu lassen, wie viel Platz auf der Festplatte belegt ist. Eine davon ist das Kommendozeilenprogramm df (df steht für "disk filesystem").

Wie andere Kommandozeilenprogramme bietet auch df mehrere Optionen. Eine der nützlichsten ist zweifellos -h, die für "human readable" steht. Das heißt, dass das Ergebnis in einem für die meisten Benutzer leicht verständlichen Format ausgegeben wird.

Falls ich wissen möchte, wie viel Platz noch im Boot-Verzeichnis ist, gebe ich den Befehl df -h /boot ein. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

/dev/sda1       236M    110M  115M   49% /boot

49 % des Boot-Verzeichnisses sind in diesem Beispiel belegt.

Falls ich wissen möchte, welches Dateisystem für das Home-Verzeichnis verwendet wird, kann ich die Option -T verwenden. Das T steht für den Typ das Dateisystems. Die Optionen können miteinander kombiniert werden. Der Befehl könnte folgendermaßen ausschauen: df -hT /home

Das Ergebnis ist in meinem Fall:

/dev/mapper/ubuntu--mate--vg-root ext4  909G    240G  624G   28% /

Das Ergebnis zeigt, das für das Home-Verzeichnis das Dateisystem ext4 verwendet wird und 28 % belegt sind.

df bietet noch mehr Optionen. Genaueres kann man durch die Eingabe des Befehls df --help erfahren. Auch man df bietet eine Beschreibung des Programms.

Samstag, 25. März 2017

Standardpapiergröße

Bei Linux lässt sich eine Standardpapiergröße einstellen, auf die verschiedene Programme zugreifen. Welche Größe eingestellt ist, steht in der Datei papersize im Verzeichnis /etc. Man kann sich den Inhalt der Datei mit folgendem Befehl ausgeben lassen: cat /etc/papersize

Es gibt einen Befehl, um die Standardpapiergröße festzulegen, nämlich paperconfig. Zum Ausführen des Befehls braucht man Administratorrechte. Man muss sich also entweder im Terminal als root anmelden oder den sudo-Befehl benutzen. Um die Papiergröße A4 festzulegen, kann dieser Befehl benutzt werden:
sudo paperconfig -p A4

Falls ein Programm die falsche Papiergröße benutzt oder es Schwierigkeiten gibt, die Papiergröße im Programm einzustellen, dann ist es sinnvoll, einen Blick in die Datei /etc/papersize zu werfen.

Näheres zu paperconfig finden man durch die Eingabe des Befehls man paperconfig oder paperconfig --help.

Samstag, 17. Dezember 2016

VirtualBox-Gasterweiterungen installieren

Ich habe auf meinem Laptop Elementary OS laufen und unter VirtualBox Windows 10 installiert. Das Problem ist, dass man mit der einfachen VirtualBox-Installation kein USB und keine Ordner gemeinsam mit dem Linux-System nutzen kann, was das Austauschen von Dateien schwierig macht. Um dies zu ermöglichen muss man die Gasterweiterungen installieren.

Mit Elementary OS und wahrscheinlich auch mit anderen auf Ubuntu basierenden Distributionen wird das Paket "vitualbox-guest-additions.iso" im Repository mitgeliefert. Nachdem man es über die Paketverwaltung oder die Kommandozeile installiert hat, ist es unter folgendem Pfad zu finden: /usr/share/virtualbox/VBoxGuestAdditions.iso

Als nächstes muss die ISO-Datei als Laufwerk unter VirtualBox eingebunden werden. Dazu startet man VirtualBox – allerdings noch nicht Windows.

Unter dem Manüpunkt "Maschine" findet man den Punkt "Ändern...". Nach einem Klick auf den Manüpunkt öffnet sich ein neues Fenster, das wiederum mehrere Auswahlmöglichkeiten bietet. Nach dem Klick auf "Massenspeicher" kann man rechts bei "Controller: IDE" durch einen Klick auf das runde Icon mit dem Plus-Zeichen ein neues Laufwerk hinzufügen. Wir wählen in diesem Fall die ISO-Datei mit den Gasterweiterungen aus.

Nachdem man anschließend Windows in VirtualBox gestartet hat, müsste oben im VBox-Menü unter "Geräte" und "CD/DVD-Laufwerke" die ISO-Datei als "IDE (Primär Master)" oder "IDE (Sekundärer Master)" erscheinen. Nach der Auswahl des Laufwerks kann man durch Doppelklick auf "VBoxWindowsAdditions" die Gasterweiterungen installieren.

Anschließend müsste es auch mit den geteilten Ordnern und den USB-Sticks klappen.

Dienstag, 21. Juni 2016

Platz im Boot-Verzeichnis schaffen

Bei Ubuntu MATE war es schon ein paarmal so, dass ein Update nicht durchgeführt werden konnte, weil im Verzeichnis /boot nicht genügend Platz war, um einen neuen Kernel zu installieren. Dieses Problem kann man beheben, indem man den ältesten Kernel deinstalliert.

Mit dem Befehl ls /boot kann man sich anzeigen lassen, welche Dateien sich im Boot-Verzeichnis befinden. In meinem System wird folgendes angezeigt:

Es sind drei Kernel vorhanden, nämlich die Versionen 4.4.0-21, 4.4.0-22 und 4.4.0-24. Um nun den ältesten der Kernel, das heißt denjenigen mit der niedrigsten Versionsnummer, zu entfernen, kann man den Befehl apt-get purge und den entsprechenden Kernel eingeben.

In diesem Fall würde der Befehl lauten: sudo apt-get purge linux-image-4.4.0-21-generic

Das müsste bei jeder auf Ubuntu bzw. auf Debian basierenden Distribution klappen.

Montag, 21. März 2016

Rechtschreibprüfung bei kwrite

kwrite ist ein praktischer und angenehmer Editor. Damit die Rechtschreibprüfung funktioniert, ist jedoch eine Kleinigkeit zu beachten.

Zunächst wählt man unter dem Menüpunkt "Extras" den Eintrag "Rechtschreibung" aus. Dort kann man bei "Automatische Rechtschreibprüfung" einen Haken setzen, falls man die Rechtschreibprüfung während der Texteingabe möchte. Im gleichen Menüpunkt muss man auch auf den Eintrag "Wörterbuch auswählen ..." klicken.

Wenn man auf "Wörterbuch auswählen ..." geklickt hat, erscheint in der Leiste unten links ein Dropdown-Menü. Der anfängliche Eintrag lautet nur "Deutsch". Aber damit funktioniert die Rechtschreibprüfung noch nicht. Es ist noch nötig, das landesspezifische Wörterbuch auszuwählen, z. B. "Deutsch (Deutschland)".

Nun müssten die falsch geschriebenen Wörter rot unterstrichen erscheinen.

Sonntag, 7. Juni 2015

Systeminformationen mit inxi

Ein hervorragendes Kommandozeilenprogramm, um sich Informationen über die Hardware und das installierte System ausgeben zu lassen, ist inxi. Das Programm gehört nicht bei allen Distributionen zur Grundinstallation, weshalb man es unter Umständen nachinstallieren muss.
Das Programm bietet zahlreiche Optionen. Informationen dazu erhält man durch die Eingabe von "man inxi" oder "inxi --help".
Eine für die meisten Anwender sinnvolle Option ist -F, die für "Full output", also für die vollständige Ausgabe steht. Würde man nur inxi eingeben, wäre die Ausgabe bedeutend kürzer und nicht so gut strukturiert aufgebaut. Unter Umständen ebenfalls wichtig ist die Option -z, mit der bestimmte Angaben zum Netzwerk herausgefiltern werden. Dies kann beispielsweise wichtig sein, wenn man seine Systeminformationen in einem Forum postet.
Auf meinem Fedora-Rechner erhalte ich bei der Eingabe von "inxi -Fz" folgendes Ergebnis:


Bei "mac:" steht hier "<filter>". Der Grund dafür ist die Option -z, mit der die Ausgabe der MAC-Adresse unterbunden wurde.