Donnerstag, 13. Februar 2014

Mehrere Dateien mit einem Befehl umbenennen

Um mehrere Dateien gleichzeitig umzubenennen, gibt es das KDE-Programm krename. Wer aber mit einer anderen grafischen Oberfläche arbeitet und nicht die KDE-Bibliotheken installieren möchte, kann auch auf das Kommandozeilenprogramm rename zurückgreifen.

In meinem Fall musste ich mehrere Bilder umbenennen. Damit ich sehen kann, wo und wann die Bilder gemacht wurden, sollten am Ende der Dateinamen, vor der Dateierweiterung, der Ort und das Jahr erscheinen. Da alle Bilder in dem Verzeichnis bei einem Fototermin gemacht wurden, stellte die Umbenennung mit rename kein Problem dar.

Die Syntax des rename-Befehls: rename -Option 'regulärer_Ausdruck' Dateien

Als Optionen stehen -f, -n und -v zur Verfügung. -f steht für "force" und bewirkt, dass bestehende Dateien überschrieben werden. Wenn man eine Datei umbenennt und es existiert bereits eine Datei mit dem Namen, wird sie bei der Verwendung dieser Option überschrieben. Bei Verwendung der Option -n ("no-act") wird nur ein Probelauf durchgeführt. Die Dateinamen werden so ausgegeben, wie sie sein würden, wenn man die Umbenennung tatsächlich durchführen würde. Die Option -v ("verbose") hat ebenfalls die Anzeige der umbenannten Dateien zur Folge, allerdings, wenn die Umbenennung tatsächlich erfolgt.

Im regulären Ausdruck wird festgelegt, welche Zeichen ersetzt werden sollen. Im Grunde schaut der Ausdruck so aus: 's/alt/neu/'. Der Ausdruck steht in einfachen Anführungszeichen. Das s steht für "substitute", also für "ersetzen". Zwischen zwei Schrägstrichen stehen die Zeichen, die ersetzt werden sollen, gefolgt von den neuen Zeichen. In meinem Fall sollte ich die Dateiendung ".JPG" durch die Zeichenkette "-Forstern-2011.jpg" ersetzen. Der Ausdruck lautete so: 's/\.JPG/-Forstern-2011\.jpg/'. Vor dem Punkten steht jeweils ein umgekehrter Schrägstrich. Der Grund dafür ist, dass der Punkt in einem regulären Ausdruck irgendein Zeichen bezeichnet. In diesem Fall ist der Punkt jedoch kein Platzhalter, sondern soll im Dateinamen wirklich auftauchen, nämlich vor der Dateierweiterung. Aus diesem Grund wird mit dem umgekehrten Schrägstrich festgelegt, dass es sich beim Punkt um ein tatsächliches Zeichen handelt.

Am Ende des rename-Befehls wird schließlich festgelegt, welche Dateien umbenannt werden sollen. In meinem Fall handelt es sich um alle Dateien mit der Endung ".JPG". Dies wird mit dem Ausdruck *.JPG bezeichnet.

Der ganze Befehl lautet also folgendermaßen:

rename -v 's/\.JPG/-Forstern-2011\.jpg/' *.JPG

Falls man sich nicht ganz sicher ist, wäre es sinnvoll zuerst einen Probelauf mit der Option "-n" zu machen. In diesem Fall würde der Befehl so ausschauen:

rename -n 's/\.JPG/-Forstern-2011\.jpg/' *.JPG

Mittwoch, 29. Januar 2014

Format von mehreren Grafikdateien ändern

Manchmal möchte man mehrere Grafiken in ein anderes Format umwandeln, beispielsweise jp2 oder tif in jpg. Jede einzelne Datei mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu öffnen, ist jedoch bei einer großen Anzahl von Dateien sehr aufwendig. Es gibt jedoch das Kommandozeilen-Tool mogrify, mit dem sich diese Arbeit durch die Eingabe eines einzigen Befehls erledigen lässt.

Mogrify ist Teil von ImageMagick, eines Softwarepakets, das mehrere Programm für die Bearbeitung von Rastergrafiken enthält. ImageMagick gehört bei den meisten Distribution zur standardmäßigen Installation. Falls man wissen möchte, ob es installiert ist, kann man überprüfen, ob eines der Tools, wie z. B. mogrify, vorhanden ist. Dies kann in der Konsole oder im Terminal mit diesem Befehl geschehen: which mogrify.

Falls das Programm vorhanden ist, wird der Pfad zum Befehl angezeigt, nämlich /usr/bin/mogrify. Falls das Programm nicht vorhanden ist, wird nichts ausgegeben. In diesem Fall muss man ImageMagick nachinstallieren.

Um die Bilddateien in ein anderes Format umzuwandeln, öffnet man ein Terminal und begibt sich in das entsprechende Verzeichnis. Der Befehl zur Umwandlung der Dateien lautet folgendermaßen:
mogrify -format gewünschtes_Format Dateien

Beispiel:

Ich möchte mehrere Dateien im Format jp2 in das Format jpg umwandeln. Der Befehl dafür lautet: mogrify -format jpg *.jp2

Mit *.jp2 gebe ich alle Dateien im Verzeichnis mit der Endung ".jp2" an. Nach dem Drücken der Eingabetaste beginn die Umwandlung in das jpg-Format.

Dienstag, 5. November 2013

Ein klassisches Menü für Unity

Eine weitere Verbesserung hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit von Unity ist mit der Ubuntu-Version 13.10 "Saucy Salamander" eingeführt worden. Das von Florian Diesch bereitgestellte ClassicMenu-Applet befindet sich nun im Ubuntu-Repository und kann über den Synaptic-Paket-Manager installiert werden.

Nach der Installation erscheint das Menü unter den Applets in der oberen Leiste.

Falls man eine ältere Ubuntu-Version am Laufen hat, kann man das Programm von der Website des Urhebers herunterladen und installieren oder das PPA (Personal Package Archive) in die Software-Quellen des Update-Managers einbinden. Alle nötigen Informationen dazu sind hier zu finden: http://www.florian-diesch.de/software/classicmenu-indicator/


Dienstag, 24. September 2013

Von Textverarbeitung nach HTML exportieren

Wer eine große Menge Text hat, die von einer Textverarbeitung in das HTML-Format exportiert werden müssen, hat ein Problem. Zwar bieten die meisten Textverarbeitungen einen Export an, aber das Resultat ist oft ein unsauberer, mit vielen überflüssigen SPAN-Elementen und CSS-Klassen durchsetzter Code.

Bei meinen Tests hat sich gezeigt, dass Calligra Author und Calligra Words eine rühmliche Ausnahme bilden. Beide Programme sind Teil der Calligra Suite, die in den meisten Linux-Repositorys zur Verfügung steht. Das HTML dieser Programme ist frei von überflüssigem Code und die enthaltenen CSS-Klassen können leicht durch Suchen und Ersetzen angepasst werden.

Freitag, 13. September 2013

LibreOffice- oder OpenOffice-Datei kann nur schreibgeschützt geöffnet werden

Vor kurzem wollte ich in an einer Datei, die ich mit LibreOffice erstellt hatte, weiterarbeiten. Aber beim Öffnen der Datei kam die Meldung:

Die Dokumentdatei "dateiname.odt" ist zum Bearbeiten gesperrt durch:

Unbekannter Anwender

Öffnen Sie das Dokument schreibgeschützt oder erstellen Sie eine Arbeitskopie.

Bei meiner Recherche im Internet zeigte sich, dass dieses Problem nicht nur bei LibreOffice, sondern auch bei dem damit verwandten OpenOffice auftreten kann. Allerdings scheint es ein sehr seltenes Problem zu sein, da ich mit LibreOffice/OpenOffice schon sehr lange arbeite und es das erste Mal war, dass ich mit dieser Meldung konfrontiert wurde.

Hier ist die Lösung:

Wenn man eine Datei mit LibreOffice/OpenOffice öffnet, wird eine versteckte Datei mit der Bezeichnung "~lock.dateiname.odt#" erstellt. Diese Lock-Datei verhindert, dass jemand anders die entsprechende Datei öffnet und bearbeitet. Man kann diese Datei sehen, wenn man sich die versteckten Dateien anzeigen lässt, wie hier:

Wenn die Datei wieder geschlossen wird, sollte die Lock-Datei automatisch gelöscht werden, was aber anscheinend manchmal, aus welchen Gründen auch immer, nicht geschieht. Wenn dies der Fall ist und man die Datei öffnet, bekommt man die oben wiedergegebene Meldung, dass die Datei zum Bearbeiten gesperrt ist. Die Lösung liegt darin, dass man das Programm beendet, sich die versteckten Dateien im Verzeichnis anzeigen lässt, die Lock-Datei löscht und die Datei von neuem öffnet.

Montag, 22. Juli 2013

Nur ein Desktop unter KDE?

Wenn man bei manchen Distributionen KDE nachinstalliert, wie etwa bei Fedora, fehlt in der unteren Leiste der Arbeitsflächenumschalter, auch "Desktop Pager" genannt. Auch wenn man der Leiste das Miniprogramm "Arbeitsflächen-Umschalter" hinzufügt, ändert sich nichts daran. Der Grund liegt darin, dass in der Grundeinstellung des Miniprogramms nur eine Arbeitsfläche vorhanden ist. Es gibt also keinen Grund dafür, dass das Programm in der Leiste etwas anzeigt, da es sowieso nichts zum Umschalten gibt.

Die Lösung liegt darin, das Programm Systemeinstellungen aufzurufen und unter "Verhalten der Arbeitsfläche" bei "Virtuelle Arbeitsflächen" die gewünschte Anzahl der Arbeitsflächen festzulegen.

Wenn mehr als eine Arbeitsfläche festgelegt ist, erscheint der Arbeitsflächenumschalter unten in der Leiste.

Sonntag, 5. Mai 2013

Komfortabler Dateitransfer zwischen Computern mit SSH und SFTP

Wer mehrere Computer hat, möchte ab und zu Dateien zwischen den Maschinen hin und her kopieren. Eine einfache Möglichkeit dazu bieten SSH (Secure Shell) und das auf SSH aufbauende SFTP (Secure File Transfer Protocol). Um SSH und SFTP zu verwenden, ist bei den meisten Distributionen normalerweise nichts weiter zu installieren, mit Ausnahme der weiter unten erwähnten FTP-Programme. Falls aber die nötigen Pakete doch nicht installiert sind, kann man im Repository der jeweiligen Distribution nach openSSH-Client, obenSSH-Server und SFTP suchen. Ein Vorteil von SSH ist, dass man Dateien auch zwischen Linux und anderen Betriebssystemen austauschen kann.

Achtung: Wer eine Firewall auf seinem Rechner hat, sollte den Port 22 öffnen.

Die Möglichkeiten, SSH-Verbindungen zwischen Rechnern aufzubauen, sind so vielfältig, dass man hier nicht alle erwähnen kann. Ein einfacher Aufbau einer SSH-Verbindung ist normalerweise mit dem Dateimanager möglich.

Beim KDE-Dateimanager Dolphin wird in der linken Spalte auf "Netzwerk" geklickt, woraufhin mehrere Netzwerk-Icons auftauchen. Nach einem Klick auf "Netzwerkordner hinzufügen" öffnet sich ein Fenster, das die Auswahl "Sichere Shell (SSH)" ermöglicht.


Nach dem Klick auf "weiter" öffnet sich ein Fenster, in dem die Eingabe der Verbindungsdaten verlangt wird. In diesem Fall geben wir der Verbindung den Namen "Mac-Mini". Der Name ist frei wählbar. Der User auf dem Rechner, mit dem eine SSH-Verbindung aufgebaut werden soll, heißt in diesem Fall "huxley". Als nächstes wird der SSH-Server angegeben. Dies ist der Rechnername, der sich normalerweise im Terminal vor der Eingabeaufforderung befindet. Man kann ihn auch im Terminal durch die Eingabe des Befehls uname -n erfahren. In diesem Fall lautet der Name "debian-mac-mini". Alternative zum Rechnernamen kann man auch die IP-Adresse des Computers angeben. Als Ordner ist in diesem Beispiel einfach die oberste Verzeichnisebene angegeben.


Nach einem Klick auf "Speichern & Verbinden" müsste sich nach einer Passwortabfrage ein Fenster öffnen, das den Inhalt des angegebenen Verzeichnisses auf dem anderen Rechner zeigt. Unter Umständen taucht die Meldung "Unbekannter Server-Schlüssel" auf. In diesem Fall muss man nur auf "OK" klicken. Ähnlich unproblematische geht der Aufbau einer SSH-Verbindung mit den anderen Dateimanagern, wie Nautilus, Nemo, Krusader, Konqueror, Midnight Commander usw.

Eine SFTP-Verbindung kann auch mit FTP-Programmen wie FileZilla oder gFTP aufgebaut werden. Auch hier müssen der Rechnername oder die IP-Adresse des SSH-Servers, der Name des Benutzers auf dem anderen Rechner, das Passwort des anderen Benutzers sowie der Port 22 eingegeben werden.