Mittwoch, 15. Februar 2023

SVG – Die schnelle Einführung

Mein SVG-Buch ist auf Amazon erschienen. Es bietet eine Einführung in die Grundlagen von SVG (Scalable Vector Graphics) und soll dem Interessierten ermöglichen, sich schnell in das Thema einzuarbeiten, um einfache Vektorgrafiken zu erstellen.

Zu den Themen, die in dem Buch behandelt werden, gehören eine kurze Einführung in XML, das Erstellen von SVG-Grafiken als eigenständige Dateien sowie als Teil von HTML, einfache Elemente, wie Linien, Kreise, Rechteck, Vielecke und Ellipsen, Gruppen, Transformationen, Pfade, elliptische Bogen, Bézier-Kurven, Marker, Texte, Text-Pfade, Muster, Masken und grundlegende Filter. Dazu kommen die jeweils wichtigsten Attribute.

Was der Leser als Vorwissen mitbringen sollte, sind die Grundlagen von HTML und CSS.

Das Buch kann als Taschenbuch und als Kindle-E-Book auf Amazon erworben werden.

Das Buch entstand in beiden Formaten auf meinem Linux-Rechner. Die Original-SVG-Grafiken habe ich mit dem Editor Bluefish erstellt. Die Texte habe ich zunächst mit Libre Office geschrieben. Bei der Erstellung des E-Books kam der Editor Sigil zum Einsatz. Für die Erstellung des Druckformats habe ich das Layoutprogramm Scribus verwendet. Um die SVG-Grafiken für den Druck in das JPG-Format umzuwandeln, war das Bildbearbeitungsprogramm Gimp sehr hilfreich.

Dienstag, 8. Oktober 2019

Systeminformationen mit neofetch

Ein weiteres Programm, das Systeminformationen liefert, ist neofetch. Das Programm ist entweder schon vorinstalliert oder befindet sich bei den meisten Distributionen zumindest im Repository. Es kann einfach im Terminal mit dem Befehl neofetch gestartet werden und liefert Informationen zum Betriebssystem, zur Arbeitsumgebung, CPU, GPU und dem Arbeitsspeicher. Wer Genaueres zu den Optionen des Programms erfahren möchte, kann die Befehle neofetch --help oder man neofetch eingeben.

Neofetch auf meinem Manjaro-Rechner:


Neofetch unter MX Linux:


Neofetch unter Ubuntu Mate:


Mittwoch, 6. Februar 2019

WebP in andere Formate konvertieren

WebP ist ein Grafikformat, das 2010 von Google entwickelt wurde, um die Vorteile der JPEG- und PNG-Grafiken in einem einzigen Format zu verbinden. Die Verbreitung des WebP-Formats nahm einige Zeit in Anspruch. Heute ist es im Internet jedoch immer häufiger anzutreffen. Die Darstellung der WebP-Grafiken in Browser ist in der Regel kein Problem mehr. Lädt man ein solches Bild jedoch herunter, kann es sein, dass es manche Programme nicht anzeigen können.
Zum Glück hat man unter Linux die Möglichkeit, WebP in ein anderes Format zu konvertieren. Zu diesem Zweck gibt es das Tool webp. Unter Unbuntu kann man es mit dem Befehl sudo apt install webp installieren (getestet unter Ubuntu 18.04).

Um eine Grafik von WebP nach PNG zu konvertieren, kann man folgenden Befehl eingeben: dwebp Datei.webp -o Datei.png

"Datei.webp" steht hier für den Namen der entsprechenden Datei, die konvertiert werden soll. Hinter der Option -o (output) steht der Name der Grafik, die das Ergebnis der Konvertierung sein soll.

Falls man eine WebP-Grafik in eine JPEG-Datei konvertieren möchte, könnte man den Befehl dwebp Datei.webp -o Datei.jpg verwenden. Bei meinem Test war das Ergebnis jedoch unbefriedigend, da das neue Bild nicht in allen Programmen angezeigt werden konnte. Sicherer war deshalb zuerst die Konvertierung in das PNG-Format und dann in eine JPEG-Grafik.

Samstag, 31. März 2018

Eine PDF-Datei mit Anmerkungen versehen

PDF-Betrachter (PDF-Viewer) gibt es in Linux zu genüge, z. B. Evince, qpdfview, Atril und so weiter. Wenn es aber darum geht, PDF-Dateien mit Anmerkungen zu versehen, – was nötig sein kann, wenn man Dokumente mit anderen Benutzern austauscht – dann schaut es weniger gut aus. Eine Ausnahme ist Okular.

Buttonleiste in Okular
Okular ist ein Betrachter, mit dem sich viele Arten von Dokumenten anzeigen lassen. Wenn ein PDF-Dokument geöffnet sich, lässt mit dem Drücken der Taste F6 oder dem Klicken auf den Menüpunkt "Extras" und dem Unterpunkt "Rezensionen" eine Leiste mit Buttons anzeigen, mit deren Hilfe verschiedene Anmerkungen gemacht werden können. Dazu gehören Notizkästen, Freihandlinien, Hervorhebungen, Unterstreichungen und Vielecke. Die in Okular erstellten Anmerkungen können auch in anderen PDF-Betrachtern angezeigt werden, wie im Adobe Reader. Damit alles funktioniert muss die Bibliothek libpoppler installiert sein.

Okular Anmerkungs-Werkzeuge bearbeiten
Die Buttonleiste mit den verschiedenen Kommentarfunktionen kann bearbeitet und erweitert werden. Dazu klickt man unter dem Menüpunkt "Einstellungen" auf "Okular einrichten ...". Darauf öffnet sich ein Fenster, in dem man verschiedene Einstellungen vornehmen kann. Unter dem Eintrag "Anmerkungen" lässt sich die Anmerkungs-Werkzeugleister bearbeiten.

Dienstag, 27. Juni 2017

Speicherplatzbelegung mit df anzeigen

Unter Linux gibt es mehrere Möglichkeiten, sich anzeigen zu lassen, wie viel Platz auf der Festplatte belegt ist. Eine davon ist das Kommendozeilenprogramm df (df steht für "disk filesystem").

Wie andere Kommandozeilenprogramme bietet auch df mehrere Optionen. Eine der nützlichsten ist zweifellos -h, die für "human readable" steht. Das heißt, dass das Ergebnis in einem für die meisten Benutzer leicht verständlichen Format ausgegeben wird.

Falls ich wissen möchte, wie viel Platz noch im Boot-Verzeichnis ist, gebe ich den Befehl df -h /boot ein. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

/dev/sda1       236M    110M  115M   49% /boot

49 % des Boot-Verzeichnisses sind in diesem Beispiel belegt.

Falls ich wissen möchte, welches Dateisystem für das Home-Verzeichnis verwendet wird, kann ich die Option -T verwenden. Das T steht für den Typ das Dateisystems. Die Optionen können miteinander kombiniert werden. Der Befehl könnte folgendermaßen ausschauen: df -hT /home

Das Ergebnis ist in meinem Fall:

/dev/mapper/ubuntu--mate--vg-root ext4  909G    240G  624G   28% /

Das Ergebnis zeigt, das für das Home-Verzeichnis das Dateisystem ext4 verwendet wird und 28 % belegt sind.

df bietet noch mehr Optionen. Genaueres kann man durch die Eingabe des Befehls df --help erfahren. Auch man df bietet eine Beschreibung des Programms.

Samstag, 25. März 2017

Standardpapiergröße

Bei Linux lässt sich eine Standardpapiergröße einstellen, auf die verschiedene Programme zugreifen. Welche Größe eingestellt ist, steht in der Datei papersize im Verzeichnis /etc. Man kann sich den Inhalt der Datei mit folgendem Befehl ausgeben lassen: cat /etc/papersize

Es gibt einen Befehl, um die Standardpapiergröße festzulegen, nämlich paperconfig. Zum Ausführen des Befehls braucht man Administratorrechte. Man muss sich also entweder im Terminal als root anmelden oder den sudo-Befehl benutzen. Um die Papiergröße A4 festzulegen, kann dieser Befehl benutzt werden:
sudo paperconfig -p A4

Falls ein Programm die falsche Papiergröße benutzt oder es Schwierigkeiten gibt, die Papiergröße im Programm einzustellen, dann ist es sinnvoll, einen Blick in die Datei /etc/papersize zu werfen.

Näheres zu paperconfig finden man durch die Eingabe des Befehls man paperconfig oder paperconfig --help.

Samstag, 17. Dezember 2016

VirtualBox-Gasterweiterungen installieren

Ich habe auf meinem Laptop Elementary OS laufen und unter VirtualBox Windows 10 installiert. Das Problem ist, dass man mit der einfachen VirtualBox-Installation kein USB und keine Ordner gemeinsam mit dem Linux-System nutzen kann, was das Austauschen von Dateien schwierig macht. Um dies zu ermöglichen muss man die Gasterweiterungen installieren.

Mit Elementary OS und wahrscheinlich auch mit anderen auf Ubuntu basierenden Distributionen wird das Paket "vitualbox-guest-additions.iso" im Repository mitgeliefert. Nachdem man es über die Paketverwaltung oder die Kommandozeile installiert hat, ist es unter folgendem Pfad zu finden: /usr/share/virtualbox/VBoxGuestAdditions.iso

Als nächstes muss die ISO-Datei als Laufwerk unter VirtualBox eingebunden werden. Dazu startet man VirtualBox – allerdings noch nicht Windows.

Unter dem Manüpunkt "Maschine" findet man den Punkt "Ändern...". Nach einem Klick auf den Manüpunkt öffnet sich ein neues Fenster, das wiederum mehrere Auswahlmöglichkeiten bietet. Nach dem Klick auf "Massenspeicher" kann man rechts bei "Controller: IDE" durch einen Klick auf das runde Icon mit dem Plus-Zeichen ein neues Laufwerk hinzufügen. Wir wählen in diesem Fall die ISO-Datei mit den Gasterweiterungen aus.

Nachdem man anschließend Windows in VirtualBox gestartet hat, müsste oben im VBox-Menü unter "Geräte" und "CD/DVD-Laufwerke" die ISO-Datei als "IDE (Primär Master)" oder "IDE (Sekundärer Master)" erscheinen. Nach der Auswahl des Laufwerks kann man durch Doppelklick auf "VBoxWindowsAdditions" die Gasterweiterungen installieren.

Anschließend müsste es auch mit den geteilten Ordnern und den USB-Sticks klappen.

Dienstag, 21. Juni 2016

Platz im Boot-Verzeichnis schaffen

Bei Ubuntu MATE war es schon ein paarmal so, dass ein Update nicht durchgeführt werden konnte, weil im Verzeichnis /boot nicht genügend Platz war, um einen neuen Kernel zu installieren. Dieses Problem kann man beheben, indem man den ältesten Kernel deinstalliert.

Mit dem Befehl ls /boot kann man sich anzeigen lassen, welche Dateien sich im Boot-Verzeichnis befinden. In meinem System wird folgendes angezeigt:

Es sind drei Kernel vorhanden, nämlich die Versionen 4.4.0-21, 4.4.0-22 und 4.4.0-24. Um nun den ältesten der Kernel, das heißt denjenigen mit der niedrigsten Versionsnummer, zu entfernen, kann man den Befehl apt-get purge und den entsprechenden Kernel eingeben.

In diesem Fall würde der Befehl lauten: sudo apt-get purge linux-image-4.4.0-21-generic

Das müsste bei jeder auf Ubuntu bzw. auf Debian basierenden Distribution klappen.

Montag, 21. März 2016

Rechtschreibprüfung bei kwrite

kwrite ist ein praktischer und angenehmer Editor. Damit die Rechtschreibprüfung funktioniert, ist jedoch eine Kleinigkeit zu beachten.

Zunächst wählt man unter dem Menüpunkt "Extras" den Eintrag "Rechtschreibung" aus. Dort kann man bei "Automatische Rechtschreibprüfung" einen Haken setzen, falls man die Rechtschreibprüfung während der Texteingabe möchte. Im gleichen Menüpunkt muss man auch auf den Eintrag "Wörterbuch auswählen ..." klicken.

Wenn man auf "Wörterbuch auswählen ..." geklickt hat, erscheint in der Leiste unten links ein Dropdown-Menü. Der anfängliche Eintrag lautet nur "Deutsch". Aber damit funktioniert die Rechtschreibprüfung noch nicht. Es ist noch nötig, das landesspezifische Wörterbuch auszuwählen, z. B. "Deutsch (Deutschland)".

Nun müssten die falsch geschriebenen Wörter rot unterstrichen erscheinen.

Sonntag, 7. Juni 2015

Systeminformationen mit inxi

Ein hervorragendes Kommandozeilenprogramm, um sich Informationen über die Hardware und das installierte System ausgeben zu lassen, ist inxi. Das Programm gehört nicht bei allen Distributionen zur Grundinstallation, weshalb man es unter Umständen nachinstallieren muss.
Das Programm bietet zahlreiche Optionen. Informationen dazu erhält man durch die Eingabe von "man inxi" oder "inxi --help".
Eine für die meisten Anwender sinnvolle Option ist -F, die für "Full output", also für die vollständige Ausgabe steht. Würde man nur inxi eingeben, wäre die Ausgabe bedeutend kürzer und nicht so gut strukturiert aufgebaut. Unter Umständen ebenfalls wichtig ist die Option -z, mit der bestimmte Angaben zum Netzwerk herausgefiltern werden. Dies kann beispielsweise wichtig sein, wenn man seine Systeminformationen in einem Forum postet.
Auf meinem Fedora-Rechner erhalte ich bei der Eingabe von "inxi -Fz" folgendes Ergebnis:


Bei "mac:" steht hier "<filter>". Der Grund dafür ist die Option -z, mit der die Ausgabe der MAC-Adresse unterbunden wurde.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Surfen im Paket: Was bringen Flatrate und Co.?

Seitdem Smartphones einen wichtigen Teil des Lebens begleiten, haben die Mobilfunkanbieter auch die Tarife anpassen müssen. Die minutengenaue Abrechnung von Telefongesprächen ist selten geworden, Flatrates und austauschbare Pakete sind in. Warum eine All-Inklusive Flat aber nicht immer wirklich günstig sein muss, und auf was man sonst noch achten muss, erfahren Sie hier.
Was ist eine Flatrate?
Smartphone Tarife haben sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Das liegt zum einen an der intensiven Nutzung von Handy und Smartphone als auch an dem Auftreten des mobilen Internets.  Die "Flatrate", zu Deutsch Abrechnungspauschale, machte die ständige Nutzung des täglichen Begleiters erst möglich. Es gibt Flatrates für jeden Bereich; sei es das Telefonieren, SMS schreiben oder die Nutzung des Internets. Flatrates für das Telefonieren können hier noch einmal in bestimmte Netze unterteilt sein: So können Nutzer eines bestimmten Anbieters zu Telefonen des gleichen Anbieters immer gratis telefonieren, während ein Gespräch in ein anderes Netz, Kosten verursachen kann.
Allnet Flats und All-Inklusive Pakete
Allnet Flats sind eine Kombination aus allen Flatrates - Telefon, SMS und mobiles Surfen. Sie werden heute nicht nur innerhalb längerfristiger Verträge angeboten, sondern sogar als Prepaid-Karten, wie zum Beispiel bei winSIM. Doch Achtung: Wie auch bei All-Inklusive Paketen die "unbegrenztes Surfen" versprechen, ist das Datenvolumen oft begrenzt. Sobald dieses verbraucht wird, entscheidet sich der Anbieter entweder dafür, jede weitere Nutzung einzeln abzurechnen, was teuer werden kann, oder die Geschwindigkeit zu drosseln. Wer also vorher mit LTE oder 3G gesurft hat, schleicht dann nur noch mit 64 kBit/s oder sogar nur 32 kBit/s. Diese Geschwindigkeiten sind für die modernen Smartphones kaum mehr ausreichend, um nur eine Webseite oder ein Spiel zu öffnen, oft bricht die komplette Verbindung dann ab. Eine Allnet Flat macht trotzdem dann Sinn, wenn Sie ihr Smartphone intensiv nutzen - ist das Datenvolumen einmal aufgebraucht, kann immer noch ein bestimmtes Paket hinzugebucht werden.

Alexander Fuchs

Donnerstag, 21. Mai 2015

Internetanbieter

Mittlerweile steht Interessenten eine große Zahl von Internetanbietern zur Auswahl. Dabei kann die Entscheidung für ein bestimmtes Angebot bisweilen jedoch etwas schwer fallen. Aus diesem Grund sollte man sich bei der Suche nach dem besten Tarif ausreichend Zeit lassen. Im Idealfall vergleicht man im Voraus mehrere Internet Angebote miteinander.

Diese Art der Tarife stehen Interessenten zur Verfügung

Bei vielen Nutzern erfreuen sich Flatrates großer Beliebtheit. Hierbei werden mittels einer monatlichen Zahlung sämtliche Datenmengen, welche verbraucht werden, abgegolten. Doch obwohl viele Unternehmen mit diesem Begriff Neukunden anlocken, sind echte Flatrates mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr. Aus diesem Grund sollten sich Interessenten im Vorfeld ausführlich über das jeweilige Angebot schlau machen. Etliche Personen greifen ebenfalls zu Paketen, die neben Internet auch einen Telefonanschluss beinhalten. Letzterer verursacht nämlich keine allzu hohen Kosten, wodurch sich ein solcher Vertrag für viele Kunden lohnt. Allerdings muss man in diesem Kontext beachten, dass für Auslandsgespräche zum Teil große Summen verrechnet werden.

Darauf ist bei der Auswahl des Internetanbieters zu achten

Rücksicht ist vor dem Vertragsabschluss vor allem auf etwaige Kündigungsfristen zu nehmen. Heutzutage ist bei vielen Unternehmen eine Mindestvertragslaufzeit von 12 oder 24 Monaten selbstverständlich - in einigen Fällen werden Kunden auch für 36 Monate gebunden. Zusätzlich muss man auch einen Blick auf die Vertragsbedingungen werfen. Bei einigen Anbietern sind im Tarif nämlich Sicherheitspakete enthalten, die separat und oftmals teuer berechnet werden. Außerdem sollte man optionale Zusatzleistungen wie Fernsehprogramme genau unter die Lupe nehmen und - wie auf der Webseite http://www.breitbandprofis.com/ beschrieben - überflüssige Dienste abwählen. Nur auf diese Weise wirkt man unerwarteten Ausgaben entgegen.

Alexander Fuchs

Dienstag, 7. April 2015

Mehrere PDF-Dateien zu einer Datei vereinigen mit pdfunite

In einem anderen Post habe ich bereits beschrieben, wie man mit pdfjam aus mehreren PDF-Dateien eine einzige machen kann. Für Linux gibt es noch ein zweites Programm, mit dem sich diese Aufgabe durchführen lässt, nämlich pdfunite. Das Programm gehört bei den meisten Distributionen wahrscheinlich zur Grundinstallation, muss also nicht nachinstalliert werden.
Die Syntax von pdfunite ähnelt derjenigen von pdfjam, nur muss die Output-Datei nicht extra mit der Option "-o" angegeben werden. Stattdessen nimmt das Programm einfach die letzte im Befehl angegebene Datei als Output-Datei an.
Die Syntax lautet folgendermaßen:
pdfunite input1.pdf input2.pdf input3.pdf output.pdf
Wenn ich also die Dateien "Seite1-2.pdf", "Seite3-4.pdf" und "Seite5-6.pdf" zu einer Datei mit der Bezeichnung "Artikel.pdf" vereinigen möchte, würde ich folgenden Befehl eingeben:
pdfunite Seite1-2.pdf Seite3-4.pdf Seite5-6.pdf Artikel.pdf
Nach dem Drücken der Eingabetaste müsste die Datei "Artikel.pdf" erzeugt werden.

Donnerstag, 18. September 2014

Gelöschte Bilder auf einem externen Laufwerk wiederherstellen

Vor einiger Zeit hatte ich das Problem, dass ich die Bilder auf einem USB-Stick gelöscht hatte und vergessen hatte, sie zuvor auf den Computer zu kopieren. Die Bilder waren also weg.

Zum Glück gibt es das Kommandozeilen-Programm recoverjpeg, mit dem man gelöschte JPEG-Dateien wiederherstellen kann.

Um die Wiederherstellung zu starten muss man mit Administratorrechten den folgenden Befehl ausführen: recoverjpeg [Laufwerk]. Dies bedeutet (je nach Distribution), dass man sich entweder mit dem su-Befehl als root anmeldet, oder dass man den sudo-Befehl benutzt.

Unter Mint lautete der Befehl: sudo recoverjpeg /dev/sdb1

Die wiederhergestellten Bilder werden in das Verzeichnis kopiert, in dem man sich beim Aufruf des Befehls gerade befindet.

Woher wusste ich, welche Bezeichnung der USB-Stick hatte? Ich habe zuvor mit ls /dev nachgeschaut, welche Bezeichnung die vorhandene Festplatte hatte, nämlich /dev/sda. Danach habe ich den USB-Stick eingesteckt und den Befehl ls /dev noch einmal eingegeben, woraufhin das Laufwerk /dev/sdb1 erschien.

Montag, 30. Juni 2014

Neuer Firefox mit Menüleiste

Mit dem Firefox 29 führte Mozilla ein neues, "moderneres" Design des Browsers ein. Leider wurden in den letzten Jahren mehrere Betriebssysteme und grafische Oberflächen so vereinfacht, dass ihre Benutzung umständlicher wurde. Dies ist auch bei dem neuen Firefox der Fall. Das größte Manko der "modernisierten" Version ist der Wegfall der Menüleiste in der Standardkonfiguration. Allerdings gibt es die Möglichkeit, die Menüleiste doch wieder anzeigen zu lassen. Das Auswahlmenü für die nötige Einstellung ist jedoch etwas versteckt.

Ein Menü zum Anpassen und Einstellen des Browsers befindet sich oben rechts. Wie beim Google-Browser Chrome kann es über den aus drei waagerechten Strichen bestehenden Button aufgerufen werden.


Mit einem Klick auf das Kreuz-Symbol mit der Beschriftung "Anpassen" oder "Customize" ganz unten kommt man auf eine Seite mit der Überschrift "Weitere Werkzeuge und Funktionen" oder auf Englisch: "Additional Tools and Features".

Auf dieser Seite befindet sich ganz unten links das Menü "Symbolleisten ein-/ausblenden" ("Hide / Show Toolbars" auf Englisch).

Indem man einen Haken beim Eintrag "Menüleiste" macht, steht nach dem Abschließen der Anpassungen oben wieder die sehr nützliche Menüleiste zur Verfügung.

Montag, 23. Juni 2014

Mehrere PDF-Dateien zu einer Datei vereinigen

Manchmal ist es sinnvoll, mehrere PDF-Dokumente zu einer Datei zu vereinigen. Für diesen Zweck können verschiedene Programme benutzt werden. Sehr nützlich fand ich das Kommandozeilen-Programm pdfjam. Das Programm muss normalerweise über die Paketverwaltung nachinstalliert werden. Das nötige Paket kann bei den verschiedenen Distributionen eine unterschiedliche Bezeichnung haben. Die Suche nach "pdfjam" bringt auf jeden Fall ein Ergebnis.

Die Bedienung des Programms ist sehr einfach, wenn man nur PDF-Dateien miteinander verbinden möchte. Die Syntax lautet folgendermaßen: pdfjam input1.pdf input2.pdf input3.pdf ... -o output.pdf.

Dabei stehen die Bezeichnungen "input1.pdf", input2.pdf" usw. für die Dateien, die vereinigt werden sollen. Nach der Option "-o" steht der Name der Datei, die das Ergebnis der Vereinigung sein soll. In meinem Fall lautete der Befehl: pdfjam seite1-2.pdf seite3-4.pdf seite 5-6.pdf seite 7-8.pdf -o kapitel1.pdf

Bei Mint kam es nach dem Aufruf des Programms zu folgender Fehlermeldung: pdfjam ERROR: LaTeX package pdfpages.sty is not installed. Die Lösung des Problems brachte die Installation des Pakets texlive-latex-recommended mit sich.

Eine Hilfe zu pdfjam und eine Übersicht über die zahlreichen Optionen kann über pdfjam --help aufgerufen werden.

Dienstag, 8. April 2014

Gruppeninstallation mit Yum

Yum ist das Programm zur Softwareverwaltung von Fedora. Neben der Installation einzelner Programme oder Pakete bietet es auch die Möglichkeit, ganze Paketgruppen zu installieren. Vor kurzem wollte ich die Benutzeroberflächen XFCE, Cinnamon und Mate installieren, um sie auszuprobieren. Dies ging einfach mit dem Befehl yum groupinstall gefolgt von der Gruppe, die man installieren möchte. In meinem Fall lautete einer der Befehle folgendermaßen: yum groupinstall XFCE. Natürlich muss man dazu das Terminal öffnen und sich als root anmelden.

Wenn man wissen möchte, welche Gruppen zur Verfügung stehen, kann man im Terminal den Befehl yum grouplist eingeben.

Um Näheres über eine Gruppe zu erfahren, kann der Befehl groupinfo verwendet werden; zum Beispiel: yum groupinfo "Schreiben und Publizieren". Gruppennamen mit Leerzeichen muss man in Anführungszeichen setzen; bei Gruppen ohne Leerzeichen, ist dies nicht nötig.

Wenn man nun weiß, welche Gruppe man installieren möchte, kann dies mit yum groupinstall geschehen. Der Befehl für die Installation der Mate-Desktopumgebung lautet zum Beispiel: yum groupinstall MATE-Benutzeroberfläche

Ebenso kann eine Gruppe deinstalliert werden: yum groupremove "Gruppenname"

Donnerstag, 13. Februar 2014

Mehrere Dateien mit einem Befehl umbenennen

Um mehrere Dateien gleichzeitig umzubenennen, gibt es das KDE-Programm krename. Wer aber mit einer anderen grafischen Oberfläche arbeitet und nicht die KDE-Bibliotheken installieren möchte, kann auch auf das Kommandozeilenprogramm rename zurückgreifen.

In meinem Fall musste ich mehrere Bilder umbenennen. Damit ich sehen kann, wo und wann die Bilder gemacht wurden, sollten am Ende der Dateinamen, vor der Dateierweiterung, der Ort und das Jahr erscheinen. Da alle Bilder in dem Verzeichnis bei einem Fototermin gemacht wurden, stellte die Umbenennung mit rename kein Problem dar.

Die Syntax des rename-Befehls: rename -Option 'regulärer_Ausdruck' Dateien

Als Optionen stehen -f, -n und -v zur Verfügung. -f steht für "force" und bewirkt, dass bestehende Dateien überschrieben werden. Wenn man eine Datei umbenennt und es existiert bereits eine Datei mit dem Namen, wird sie bei der Verwendung dieser Option überschrieben. Bei Verwendung der Option -n ("no-act") wird nur ein Probelauf durchgeführt. Die Dateinamen werden so ausgegeben, wie sie sein würden, wenn man die Umbenennung tatsächlich durchführen würde. Die Option -v ("verbose") hat ebenfalls die Anzeige der umbenannten Dateien zur Folge, allerdings, wenn die Umbenennung tatsächlich erfolgt.

Im regulären Ausdruck wird festgelegt, welche Zeichen ersetzt werden sollen. Im Grunde schaut der Ausdruck so aus: 's/alt/neu/'. Der Ausdruck steht in einfachen Anführungszeichen. Das s steht für "substitute", also für "ersetzen". Zwischen zwei Schrägstrichen stehen die Zeichen, die ersetzt werden sollen, gefolgt von den neuen Zeichen. In meinem Fall sollte ich die Dateiendung ".JPG" durch die Zeichenkette "-Forstern-2011.jpg" ersetzen. Der Ausdruck lautete so: 's/\.JPG/-Forstern-2011\.jpg/'. Vor dem Punkten steht jeweils ein umgekehrter Schrägstrich. Der Grund dafür ist, dass der Punkt in einem regulären Ausdruck irgendein Zeichen bezeichnet. In diesem Fall ist der Punkt jedoch kein Platzhalter, sondern soll im Dateinamen wirklich auftauchen, nämlich vor der Dateierweiterung. Aus diesem Grund wird mit dem umgekehrten Schrägstrich festgelegt, dass es sich beim Punkt um ein tatsächliches Zeichen handelt.

Am Ende des rename-Befehls wird schließlich festgelegt, welche Dateien umbenannt werden sollen. In meinem Fall handelt es sich um alle Dateien mit der Endung ".JPG". Dies wird mit dem Ausdruck *.JPG bezeichnet.

Der ganze Befehl lautet also folgendermaßen:

rename -v 's/\.JPG/-Forstern-2011\.jpg/' *.JPG

Falls man sich nicht ganz sicher ist, wäre es sinnvoll zuerst einen Probelauf mit der Option "-n" zu machen. In diesem Fall würde der Befehl so ausschauen:

rename -n 's/\.JPG/-Forstern-2011\.jpg/' *.JPG

Mittwoch, 29. Januar 2014

Format von mehreren Grafikdateien ändern

Manchmal möchte man mehrere Grafiken in ein anderes Format umwandeln, beispielsweise jp2 oder tif in jpg. Jede einzelne Datei mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu öffnen, ist jedoch bei einer großen Anzahl von Dateien sehr aufwendig. Es gibt jedoch das Kommandozeilen-Tool mogrify, mit dem sich diese Arbeit durch die Eingabe eines einzigen Befehls erledigen lässt.

Mogrify ist Teil von ImageMagick, eines Softwarepakets, das mehrere Programm für die Bearbeitung von Rastergrafiken enthält. ImageMagick gehört bei den meisten Distribution zur standardmäßigen Installation. Falls man wissen möchte, ob es installiert ist, kann man überprüfen, ob eines der Tools, wie z. B. mogrify, vorhanden ist. Dies kann in der Konsole oder im Terminal mit diesem Befehl geschehen: which mogrify.

Falls das Programm vorhanden ist, wird der Pfad zum Befehl angezeigt, nämlich /usr/bin/mogrify. Falls das Programm nicht vorhanden ist, wird nichts ausgegeben. In diesem Fall muss man ImageMagick nachinstallieren.

Um die Bilddateien in ein anderes Format umzuwandeln, öffnet man ein Terminal und begibt sich in das entsprechende Verzeichnis. Der Befehl zur Umwandlung der Dateien lautet folgendermaßen:
mogrify -format gewünschtes_Format Dateien

Beispiel:

Ich möchte mehrere Dateien im Format jp2 in das Format jpg umwandeln. Der Befehl dafür lautet: mogrify -format jpg *.jp2

Mit *.jp2 gebe ich alle Dateien im Verzeichnis mit der Endung ".jp2" an. Nach dem Drücken der Eingabetaste beginn die Umwandlung in das jpg-Format.

Dienstag, 5. November 2013

Ein klassisches Menü für Unity

Eine weitere Verbesserung hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit von Unity ist mit der Ubuntu-Version 13.10 "Saucy Salamander" eingeführt worden. Das von Florian Diesch bereitgestellte ClassicMenu-Applet befindet sich nun im Ubuntu-Repository und kann über den Synaptic-Paket-Manager installiert werden.

Nach der Installation erscheint das Menü unter den Applets in der oberen Leiste.

Falls man eine ältere Ubuntu-Version am Laufen hat, kann man das Programm von der Website des Urhebers herunterladen und installieren oder das PPA (Personal Package Archive) in die Software-Quellen des Update-Managers einbinden. Alle nötigen Informationen dazu sind hier zu finden: http://www.florian-diesch.de/software/classicmenu-indicator/