Donnerstag, 15. März 2012

Schnellzugriff auf Ordner unter Gnome 3

Um unter Gnome 3 einen Ordner zu öffnen, kann man beispielsweise auf das Icon "Dateien" im Dock oder im Menü Favorites klicken. Wenn man jedoch zahlreiche Unterordner hat und man häufig mit einem dieser Ordner arbeitet, möchte man sich nicht jedes Mal durch die Verzeichnisstruktur hangeln, sondern mit wenigen Klicks auf den Ordner zugreifen. Der Gnome-Datei-Manager Nautilus bietet deshalb die Möglichkeit, sogenannte Lesezeichen zu setzen.

Beispiel:

Ich arbeite häufig mit Dateien in dem Ordner "markup", der sich im Ordner "computing" befindet, und möchte mit wenigen Klicks darauf zugreifen. Zu diesem Zweck öffne ich den Ordner "markup" im Datei-Manager Nautilus und klicke im Manü "Lesezeichen" auf "Lesezeichen hinzufügen".


Danach erscheint der gewünschte Ordner in der linken Seitenleiste des Datei-Managers und im Lesezeichen-Menü.

Man kann den Zugriff auf Ordner noch einfacher gestalten. Unter der URL https://extensions.gnome.org/ gibt es Erweiterungen der Gnome-Shell, die man einfach mit dem Verschieben eines Buttons installieren kann. Dazu gehört die Erweiterung "Places Status Indicator", die nach der Installation in der oberen Leiste in Gnome erscheint.

Mit einem Klick auf die installierte Erweiterung kann man auf mehrere Ordner zugreifen. Darunter befinden sich auch die Ordner, die man unter Nautilus als Lesezeichen gesetzt hat.

Mint besitzt allerdings bereits eine Erweiterung mit der Bezeichnung "Extended Places Status Indicator". Es ist deshalb unter Mint nicht nötig, die oben erwähnte Erweiterung zu installieren. Bei anderen Distributionen ist dies jedoch nicht der Fall - soweit ich den Überblick habe.

Freitag, 9. März 2012

Warum Linux?

Als Vorteile von Linux werden oft ganz praktische Punkte aufgeführt:

  • eine größere Sicherheit wegen fehlender Viren und Trojaner,
  • das System wird durch Virenscanner nicht abgebremst,
  • keine Registry, die unnütze Einträge enthält und ständig wächst,
  • eine hohe Stabilität,
  • ein geringer bzw. gar kein Preis,
  • die Distributionen bieten eine große Auswahl an kostenloser Software an,
  • eine schnelle und unkomplizierte Installation der Programme, die sich im Repository befinden,
  • die Programme, die sich im Repository befinden, müssen nicht einzeln upgedatet werden,
  • die Festplatte muss nicht defragmentiert werden,
  • das System hat eine hohe Konfigurierbarkeit, kann also den eigenen Vorlieben und Erfordernissen weitgehend angepasst werden.

Die Windows-Anhänger bringen ebenfalls einige Vorteile ihres System vor:

  • mehr Software (fragwürdig),
  • einige wichtige Programme sind nur für Windows bzw. Mac erhältlich. Beispiele dafür sind Microsoft Office, Adobe Photoshop, QuarkXPress, das ELSTER-Programm des Finanzamtes (bei einigen dieser Programme sollten sich jedoch die Benutzer fragen, ob sie wirklich die Funktionen dieser Programme ausnutzen und nicht ein anderes auch reichen würde),
  • Spiele,
  • für Windows ist eine große Auswahl an relativ billiger Hardware verfügbar,
  • mit Windows wächst man auf, das heißt, eine kurze Einarbeitungszeit im Vergleich zu Linux.

Auch die Anhänger von Apples Mac OS X können Vorteile ihres Betriebssystems auflisten:

  • eine hohe Sicherheit und Stabilität,
  • die Bedienung ist einfach, weshalb auch der Umstieg von Windows auf OS X unkompliziert ist,
  • das Betriebssystem und die Hardware sind auf einander abgestimmt,
  • sowohl Hard- als auch Software haben eine hohe Qualität.

Das Prinzip Freiheit

Die Anhänger der verschiedenen Betriebssysteme vertreten ihre Meinungen oft mit einem Eifer, der an ideologische oder religiöse Auseinandersetzungen erinnert. Tatsächlich treffen hier grundsätzliche Einstellungen, die nicht nur praktische Gesichtspunkte betreffen, aufeinander. Dies hat seinen Grund, denn typische Linux-, Windows- und Mac-User unterscheiden sich oft durch ihre Weltanschauung.

Bei Linux geht es darum frei zu sein, und zwar frei wie in „Freiheit“ und „frei zu wählen“. Linux hat sich dieses Prinzip auf die Fahne geschrieben. Die User sind beispielsweise nicht nur frei zwischen einer großen Zahl von Distribution zu wählen, sie können sich auch aussuchen, welche Shell und welche grafische Oberfläche sie verwenden möchten. Selbst wenn man die grafische Oberfläche gestartet hat, kann man noch wählen, ob man einen einzigen Desktop verwenden will oder ob man seine Anwendungen auf mehrere virtuelle Arbeitsplätze verteilen. Und wer genügend Zeit und Interesse hat, kann sich sogar seine eigene Distribution basteln.

Was der eine als positiv sieht, kann ein anderer als belastend empfinden. Linux-User mögen vielleicht nicht von einem Monopolisten gegängelt werden, andere haben nichts dagegen. Wahlmöglichkeiten verunsichern viele Menschen. Dies gilt nicht nur in der Politik oder im Supermarkt, sondern auch bei den Betriebssystemen. Mehrere Desktops? Das stört manche nur. Zudem sind typische Windows-User mit einer enormen Leidensbereitschaft ausgestattet. Ein langsames, kostspieliges Betriebssystem, Virenscanner, Abstürze, teure Programme – das ist Teil der Windows-Erfahrung. Sich in ein anderes System einarbeiten? Das ist zu anstrengend. Ein Betriebssystem, für das man nicht bezahlen muss, wird von manchen mit Argwohn behandelt. Wie kann etwas, das nichts kostest, gut sein?

Eine Frage der Werte

Es ist deshalb mühselig, darüber zu spekulieren, wann oder ob Linux das Microsoft-Betriebssystem ersetzen wird und welche Gründe dafür ausschlaggebend sind, wie man sie in manchen Computer-Zeitschriften hin und wieder finden kann. Ein typischer Windows-User wäre nie mit Linux oder Mac glücklich. Andersherum wäre auch ein typischer Linux-User nicht mit Windows und nur eingeschränkt mit OS X glücklich.

Alle drei Betriebssysteme haben deshalb ihre Berechtigung und vielleicht besteht sogar ein Markt für ein viertes, wie etwa Haiku. Aber der freiheitsliebende Linux-User wird wohl immer eine Minderheit bleiben.

Freitag, 20. Januar 2012

LXDE: Programme zu einem Panel hinzufügen

Ich habe auf meinem Desktop gerne oben eine Leiste mit den Programmen, die ich häufig verwende. In der Grundkonfiguration hat LXDE oben keine Leiste. Aber diese lässt sich leicht durch einen Rechtsklick auf die untere Leiste und einen Klick auf "Neues Panel anlegen" erstellen.
Die obere Leiste ist zunächst noch leer. Um Programme hinzuzufügen, klickt man mit der rechten Maustaste auf die Leiste und wählt "Paneleinträge hinzufügen/entfernen" oder "Panel-Einstellungen". In beiden Fällen öffnet sich das Fenster "Panel-Einstellungen". Als Nächstes wählt man den Reiter "Panel-Erweiterungen" aus. Mit einem Klick auf die Schaltfläche "Hinzufügen" können dann Erweiterungen hinzugefügt werden. Für unseren Zweck wählen wir die Erweiterung "Anwendungsstartleiste".
Nachdem die Anwendungsstartleiste hinzugefügt wurde, wählt man sie aus und klickt auf "Bearbeiten". Nun geht das Fenster "Anwendungsstartleiste" auf, und auf der rechten Seite stehen die Programme zur Auswahl. Man kann nun die jeweiligen Programme wählen, die man in der oberen Leiste haben möchte.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Dualboot mit Grub 2

Falls man mehrere Betriebssysteme auf einem Computer installiert hat und mit Grub 2 bootet, kann es sein, dass eines der Betriebssysteme nicht gestartet werden kann, weil bei Grub 2 die Nummerierung der Partitionen geändert wurde.

Beispiel:
Auf einem meiner Computer ist auf der ersten Festplatte PCLinuxOS installiert und auf der zweiten Festplatte befindet sich Mint. Gebootet wird über den Bootloader von Mint. Grub 2 findet zwar PCLinuxOS, hat in der Datei /boot/grub/grub.cfg in dem Abschnitt für PCLinuxOS jedoch diesen fehlerhaften Eintrag erzeugt:

initrd (hd0,0)/boot/initrd.img

Grub 2 findet beim Hochfahren die Partition hd0,0 nicht, weil es sich dabei um die alte Bezeichnung handelt, die von der ersten Grub-Version verwendet wurde. Die erste Partition auf der ersten Festplatte müsste nach der neuen Numerierung hd0,1 lauten.

Man könnte zwar in der Datei /boot/grub/grub.cfg einfach den fehlerhaften Eintrag ändern, aber mit jedem Update von Grub wird die Datei überschrieben. Aus diesem Grund habe ich in die Datei /etc/grub.d/40_custom die Angaben für PCLinuxOS geschrieben. Hier ist die Datei:

#!/bin/sh
exec tail -n +3 $0
# This file provides an easy way to add custom menu entries. Simply type the
# menu entries you want to add after this comment. Be careful not to change
# the 'exec tail' line above.
# Von mir hinzugefügt:
menuentry "PCLinuxOS" {

insmod ext2

set root=(hd0,1)

linux (hd0,1)/boot/vmlinuz

initrd (hd0,1)/boot/initrd.img
}

Nach dem Eintrag in die Datei 40_custom muss man als root oder mit dem sudo-Befehl noch Grub 2 updaten, damit der Eintrag in die Datei grub.cfg übernommen wird. Der Befehl dafür lautet: update-grub2.
Beim Hochfahren taucht zwar immer noch der fehlerhafte Menü-Eintrag auf, aber auch der funktionierende Eintrag mit PCLinuxOS erscheint nun.

Mittwoch, 23. November 2011

Das Root-Konto aktivieren

Bei einigen Linux-Distributionen, wie Ubuntu und Mint, - und auch bei Mac OS X - ist der Superuser root standardmäßig aus Sicherheitsgründen deaktiviert. Änderungen am System führt man stattdessen mit der Eingabe des Befehls "sudo" und des Passworts des Benutzers, der dazu berechtigt ist, aus. Manche bevorzugen jedoch, sich mit "su" im Terminal als Superuser anzumelden. Dazu muss das Root-Konto erst aktiviert werden. Dies geschieht auf folgende Weise.

Eingabe im Terminal:
sudo passwd root

Eingabe des Pasworts des normalen Benutzers.

Anschließend wird zweimal nach einem Passwort für das Root-Konto gefragt. Nachdem dies eingegeben wurde, kann man sich mit "su" als root anmelden.

Montag, 21. November 2011

Mehr Arbeitsflächen bei LXDE

Einer meiner Computer hat bereits das beträchtliche Alter von acht Jahren erreicht. Für ein effektives Arbeit mit KDE oder Gnome ist er jedoch zu schwach ausgestattet. Zum Glück gibt es LXDE (Lightweight X11 Desktop Environment). Diese grafische Oberfläche habe ich heute mit der neuesten Ausgabe von PCLinuxOS installiert. Mein alter PC ist damit durchaus wieder zu gebrauchen.
Arbeitsflächen:
In der Grundkonfiguration besitzt LXDE nur zwei Desktops. Ich verteile die Programme und geöffneten Dokumente aber gerne auf mehr Arbeitsflächen. Die gewünschte Anzahl kann man im Konfigurationswerkzeug des Fenstermanagers Openbox namens ObConf festlegen. Im Menü von LXDE ist das Programm als "Openbox Konfiguration Manager" zu finden.
Konfigurationsprogramm ObConf

Sonntag, 13. November 2011

KDE-Dashboard

KDE 4 verfügt - ähnlich wie Mac OS X - über ein Dashboard, das zum Aufrufen von Miniprogrammen dient.

Auf das Dashboard greift man über über die Tastenkombination Strg + F12 zu.

Am Anfang ist das Dashboard leer:


Mit einem Rechtsklick auf den Desktop kann man "Miniprogramme entsperren" wählen, um Änderungen vorzunehmen.
Um Miniprogramme hinzuzufügen, kann anschließend ebenfalls mit einem Rechtsklick der Eintrag "Miniprogramme hinzufügen" gewählt werden.
Die verfügbaren Miniprogramme tauchen nun am unteren Bildschirmrand auf und können auf das Dashboard - d. h. auf den Bildschirm - gezogen werden:


Wem die vorhandenen Miniprogramme nicht reichen, der kann weitere nachinstallieren. Dies geschieht durch den Klick auf den Link "Neue Miniprogramme holen..." auf der rechten Seite der unteren Leiste.
Anschließend geht ein Fenster auf, das die Auswahl von weiteren Miniprogrammen ermöglicht:



Das Dashboard schließt man wieder durch die Tastenkombination Strg + F12, durch Drücken der Esc-Taste oder durch Klick auf das x am oberen Bildschirmrand neben "Miniprogramm-Dashboard".